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Der Nationalpark Unteres Odertal, Brandenburgs einziger und Deutschlands zwölfter Nationalpark, wurde 1995 gegründet. Er ist von Anfang an als Teil eines deutsch-polnischen Naturschutzprojekts angelegt worden, das das gesamte untere Odertal von Hohensaaten vorbei an der Industriestadt Schwedt bis vor die Tore von Stettin über eine Länge von 60 Kilometer einschließt. Er ist Deutschlands einziger Auennationalpark und zugleich das erste grenzüberschreitende Großschutzgbiet mit Polen.

Morgennebel im Odertal

Morgennebel im Odertal

Der Nationalpark schützt eine Flussaue, die letzte noch in großen Teilen intakte Flussmündung Mitteleuropas mit ihren angrenzenden Hängen, Laubmischwäldern und blütenreichen Trockenrasen. Die regelmäßig überfluteten Wiesenflächen der Nasspolder bilden zusammen mit den polnischen Auen ein riesiges Rückhaltebecken, in dem sich das Hochwasser verlaufen kann. Die Auenlandschaft gewährt damit einen natürlichen Hochwasserschutz.

Zu allen Jahreszeiten bietet der Nationalpark mit seinem ausgedehnten Wegenetz vielfältige Anreize für einen Besuch. 120 Kilometer Deichwege ermöglichen ausgedehnte Fahrradtouren oder Wanderungen. Auf rund 54 Kilometer Länge verläuft der neue Oder-Neiße-Fernradwanderweg. Von Ende November bis in den April dauert gewöhnlich das Hochwasser, anschließend beginnt die Brutzeit. Im Sommer ziehen die bunten Wiesen der Trockenrasen und Feuchtgebiete Besucher an. Während der Zugzeiten im Herbst sammeln sich bis zu 150.000 Gänse, Enten und Schwäne und über 13.000 Kraniche im unteren Odertal. Die beeindruckende Vogelschwärme sind von den Deichen aus besonders gut zu beobachten.